
Etappensieg für Donald Trump: Der Bericht von Sonderermittler Mueller kann dem Justizminister zufolge keine systematische Kooperation des US-Präsidenten mit Russland nachweisen. Allerdings laufen noch mehrere andere Ermittlungen gegen Trump. Und auch so gibt es in Washington jede Menge Ärger für den Präsidenten. Alles Wichtige im News-Ticker von FOCUS Online.
Heimatschutzministerin Nielsen verlässt Posten in Trumps Regierung
Montag, 8. April, 12.48 Uhr: US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen - das Gesicht der umstrittenen Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump - verlässt die Regierung. Trump gab im Kurzbotschaftendienst Twitter das Ausscheiden der 46-Jährigen aus dem Kabinett bekannt. Sie wird abgelöst vom derzeitigen Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, Kevin McAleenan. Trump, der bereits eine Reihe von Ministern ausgetauscht hat, soll sich wiederholt unzufrieden über Nielsen gezeigt und ihr fehlende Härte vorgeworfen haben.
Am Sonntagabend dankte der Präsident seiner scheidenden Ministerin aber für ihre Arbeit.
Nielsen führte das Heimatschutzministerium seit anderthalb Jahren. Sie spielte eine maßgebliche Rolle in der von Trump gewollten Verschärfung der Einwanderungspolitik. So setzte sie die umstrittene Trennung von Kindern illegaler Einwanderer von ihren Eltern durch, die im vergangenen Jahr für Empörung sorgte. Die oppositionellen Demokraten forderten deswegen ihren Rücktritt.
Demokraten reagieren alarmierend auf Ministerwechsel
Medienberichten zufolge soll Trump seine Heimatschutzministerin aber für nicht hart genug gehalten haben. So soll er Nielsen für einen Anstieg der Zahl der Grenzübertritte aus Mexiko verantwortlich gemacht haben.
Die Demokraten reagierten alarmiert auf den Ministerwechsel - sie befürchten, dass der Präsident seinen Kurs weiter verschärfen könnte. "Wenn für Präsident Trump selbst die radikalsten Stimmen in der Regierung nicht radikal genug sind, dann weiß man, dass er vollkommen den Kontakt zu den Amerikanern verloren hat", erklärte der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer.
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Berichte über Spannungen zwischen Trump und Nielsen gegeben. Die Ministerin blieb aber stets loyal. So verteidigte sie Trumps Entscheidung, im Streit um die Finanzierung der Grenzmauer den Notstand auszurufen.
In Trumps Amtszeit gab es bereits eine Reihe von Wechseln auf wichtigen Ministerposten. Unter anderem wurden die Spitzen von Außenministerium, Verteidigungsministerium und Justizministerium neu besetzt. Gleiches gilt für Schlüsselpositionen im Weißen Haus, etwa die Posten des Stabschefs und des Nationalen Sicherheitsberaters.
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