Die Balkanroute wurde 2016 geschlossen. Viele verzweifelte Flüchtlinge wagen deshalb die Reise übers Mittelmeer, Hunderte Menschen ertrinken pro Woche an Europas Außengrenze. Gleichzeitig harren viele Menschen in improvisierten Camps an den geschlossenen Binnengrenzen unter unwürdigen Bedingungen aus. Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingskrise im News-Ticker von FOCUS Online.
ItalienischeBehördendurchsuchenweiteresNGO-Rettungsschiff
Montag, 23. Oktober, 23.00 Uhr: Im Zuge der Ermittlungen gegen zivile Flüchtlingsretter im Mittelmeer ist das Schiff der Hilfsorganisation Save the Children durchsucht worden. Teilen der Besatzung der „Vos Hestia“ werde vorgeworfen, illegale Migration begünstigt zu haben. In einer Polizei-Mitteilung hieß es am Abend lediglich, dass die Durchsuchung darauf abgezielt habe, herauszufinden, ob es Fotos oder Videos gebe, die Such- und Rettungsaktivitäten sowie Kommunikation im Zusammenhang mit dem Schmuggel von Migranten dokumentiert haben könnten.
Save the Children erklärte, die Durchsuchung habe sich nicht gegen sie gerichtet. Aus dem Durchsuchungsbefehl gehe hervor, dass die Behörden nach Materialien gesucht hätten, die vermeintliche Straftaten Dritter belegen sollten. Die Hilfsorganisation betonte, bei ihren Such- und Rettungseinsätzen im Mittelmeer stets im Rahmen des Gesetzes gehandelt zu haben und dass gegen sie nicht ermittelt werde.
Von der „Vos Hestia“ aus hatte die Polizei in den vergangenen Monaten Informationen und Bildmaterial gesammelt, die angebliche Treffen zwischen libyschen Schleppern und der Organisation Jugend Rettet belegen sollen. Der deutschen Organisation wird vorgeworfen, illegale Migration begünstigt zu haben.
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