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Tuesday, October 24, 2017

Hinweise von Informanten nach 35 Jahren - Mit abgesägten Schrotflinten 28 Belgier getötet: Verbrechen kurz vor Auflösung

Hinweise von Informanten nach 35 Jahren: Mit abgesägten Schrotflinten 28 Belgier getötet: Verbrechen kurz vor Auflösung
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Wer ältere Belgier auf die Zeit zwischen 1982 und 1985 anspricht, hört man oft immer wieder die gleichen Antworten: „Wir hatten Angst, überhaupt noch vor die Tür zu gehen“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ einen Belgier. Die Menschen hätten damals das Gefühl gehabt, dass die Täter „Beziehungen zu ganz oben hatten“ und „etwas grundsätzlich falsch lief“.

Eine Killertruppe war damals mit abgesägten Schrotflinten durch das Land gezogen, plünderte Supermärkte und Juwelier-, Waffen- und Textilläden. Wer sich ihnen in den Weg stellte, wurde eiskalt erschossen. Von den Medien erhielten die unbekannten Täter damals den Beinamen "Killerbande von Brabant". Bei diesen Angriffen starben 28 Menschen, 20 wurden verletzt.

Am Samstag strahlte der flämische Privatsender „VTM“ nun ein Interview aus, indem ein Informant zu Wort kam. Der Mann, der weder sein Gesicht zeigte noch seinen Namen preisgab, gab sich als Bruder eines der Anführer der „Bande von Nivelles“ aus, „Riese“ genannt. Unter Tränen erzählte er: "Das war schwer zu fassen. Ich habe es zunächst ein bisschen verdrängt. Aber heute sage ich ganz formell: Das ist mein Bruder." Es zeigt ihn als Pirat verkleidet. Die Täter hatten bei ihren Überfällen stets Faschingsmasken getragen.

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Der Bruder habe ihm kurz vor dessen Tod vor zwei Jahren gebeichtet, zu der Bande gehört zu haben. Ein Privates Bild des 1,90 großen „Riesen“, das der Bruder zur Verfügung stellte, zeigt die enorme Ähnlichkeit mit dem Phantombild der Polizei: Der Schnurrbart, die spitze Nase und das eckige Brillengestell sind identisch.

Medien äußerten Verdacht, dass der Staat die Mörder schützen wollte

Ein entscheidendes Detail, dass möglicherweise zu den anderen Tätern führen kann, ist laut „SZ“, dass der „Riese“ damals Mitglied der inzwischen aufgelösten belgischen Gendarmerie „Rijkswacht“ war. Dieser Einheit gehörte in den 70er-Jahren die „Gruppe Diane“ an – ein Spezialkommando, das nach der Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 gegründet worden war. Die dort erworbenen Erkenntnisse könnten bei den Mordtaten von Nutzen gewesen sein, mutmaßte der TV-Sender.

Unklar bleibt noch immer, warum die Mordserie plötzlich abriss. Nachdem einem Untersuchungsrichter die Ermittlungen entzogen worden waren, hatten Medien spekuliert, dass staatliche Stellen die Mörder womöglich schützen wollten.

Im Video:  Polizei fasst Verdächtigen - Augenzeuge fand Verletzten

sn/red_aut
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