Im Rennen um den Bundestagsvizeposten der SPD zieht sich Ulla Schmidt nach Angaben aus Fraktionskreisen zurück. Damit ist der Weg frei für den früheren SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, den die SPD-Führung für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten vorgeschlagen hatte.
Zuvor hatte bereits die ehemalige Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, Christine Lambrecht, ihre Kandidatur zurückgezogen.
Innerhalb der SPD hatte sich Kritik an der Nominierung Oppermanns geregt, weil bei der personellen Neuaufstellung der Partei nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl nach Ansicht der Kritiker zu wenig Frauen zum Zuge kamen.
Schulz sprach sich für Oppermann aus
Die Fraktionsführung hatte sich klar für Oppermann auf dem Posten ausgesprochen. Auch SPD-Chef Martin Schulz hatte sich pro Oppermann positioniert. Hätte Oppermann in einer Kampfabstimmung gegen Lambrecht und Schmidt verloren, wäre das auch ein herber Dämpfer für Nahles und Schulz gewesen.
Die SPD-Fraktion wollte am Montagabend darüber abstimmen, wen sie für das Bundestagspräsidium vorschlägt. Der Bundestag wählt am Dienstag in seiner konstituierenden Sitzung den neuen Parlamentspräsidenten und dessen Stellvertreter.
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