Die Nato hat Russland offiziell vor der Verletzung des INF-Vertrags zum Verbot von atomar bestückbaren Mittelstreckenwaffen gewarnt.
In einer veröffentlichten Erklärung fordern die 29 Bündnisstaaten die Führung in Moskau dazu auf, ihren Bedenken gegen ein Raketensystem mit dem Namen SSC-8 umfassend und in transparenter Weise Rechnung zu tragen. Das System gebe Anlass zu ernster Besorgnis, heißt es.
USA und Russland modernisieren Kernwaffenarsenal
Mit der Erklärung kam die Nato einem Wunsch des Bündnismitglieds USA nach. Diese hatten den INF-Vertrag 1987 mit Russland abgeschlossen. Das Abkommen verbietet den Vertragspartnern den Bau und den Besitz landgestützter atomar bewaffneter Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern.
Die USA sind bereits seit längerem der Auffassung, dass sich Russland nicht an das Abkommen hält. Russland wirft im Gegenzug auch den USA vor, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Beide Atommächte modernisieren derzeit ihr Kernwaffenarsenal.
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