In Deutschland kommen derzeit wesentlich weniger Flüchtlinge an als 2015. Durch das Schließen der Grenzen im Balkan hat sich die Route der Flüchtlinge verlagert. Viele Menschen reisen über Spanien nach Westeuropa, um vor unmenschlichen Bedingungen in improvisierten Camps an der Nordküste Afrikas zu fliehen. Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingskrise im News-Ticker von FOCUS Online.
Erstmals Flüchtlinge von Libyen nach Italien geflogen
Samstag, 23. Dezember, 13.28 Uhr: Aus dem nordafrikanischen Krisenstaat Libyen sind erstmals Flüchtlinge nach Italien geflogen worden. 162 Flüchtlinge aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Jemen wurden am Freitag mit einer Militärmaschine nach Italien gebracht. Italiens Innenminister Marco Minniti sprach von einem "historischen Tag": "Erstmals wurde ein humanitärer Korridor von Libyen nach Europa eröffnet. Das ist ein Anfang."
Unter den Flüchtlingen waren viele Familien, Mütter, unbegleitete Kinder und Menschen mit Behinderungen. Der Sondergesandte des Flüchtlingshilfswerks UNHCR für das zentrale Mittelmeer, Vincent Cochetel, erklärte, viele der Flüchtlinge hätten von großem Leid berichtet. "Sie wurden von Menschenschmugglern unten menschenunwürdigen Bedingungen gefangengehalten."
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