In den USA hat ein von Donald Trump als Bundesrichter nominierter Jurist seine Bewerbung zurückgezogen, nachdem er elementare juristische Fragen in einer Senatsanhörung nicht beantworten konnte.
Matthew Peterson musste eingestehen, weder jemals eine Anklage geführt noch einen Fall verteidigt noch ein Urteil gefällt zu haben. Ein Mitschnitt der Anhörung wurde ein viraler Hit im Internet und viele tausend Mal angesehen.
Peterson kannte einschlägige Fälle nicht und konnte Regularien nicht einordnen. Er konnte während der 50-minütigen Befragung keine einzige Frage richtig beantworten. Er war für die Stelle eines Amtsrichters in Washington nominiert.
"Es war nichts persönliches"
Petersons Scheitern wirft ein schlechtes Licht auf das Weiße Haus und namentlich auf Donald McGahn, dessen obersten Juristen. Er verantwortet Auswahl und Prüfung der Kandidaten.
Peterson zerschellte in der Anhörung an der so beharrlichen wie ruhigen Befragung des republikanischen Senators John Kennedy. Dieser legte am Dienstag bei CNN nach: "Bei allem Respekt, ich glaube nicht, dass Mr. Peterson für das Amt eines Bundesrichters geeignet ist. Es war nichts Persönliches." Trump habe ihn noch am Freitag unmittelbar nach der Anhörung angerufen, sagte Kennedy. Der Präsident sei nicht verärgert gewesen, sondern habe ihn ermuntert: "Machen Sie Ihren Job."
Petersons Rückzug ist der dritte eines als Richter nominierten Juristen in den vergangenen Tagen. Trump hat bei Amtsantritt aus verschiedenen Gründen eine große Zahl freier Richterstellen im ganzen Land vorgefunden. Er hat sich in Windeseile daran gemacht, sehr konservative Kandidaten auf diese Posten zu setzen.
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