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Friday, December 22, 2017

Nahost-Konflikt im News-Ticker - Proteste gegen US-Nahostpolitik: Zwei Palästinenser sterben im Gazastreifen

Nahost-Konflikt im News-Ticker: Proteste gegen US-Nahostpolitik: Zwei Palästinenser sterben im Gazastreifen
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Die Entscheidung ist gefallen. Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Auch die US-Botschaft soll dorthin verlegt werden. Bei den Palästinensern, die den Ost-Teil der Stadt ebenfalls zur Hauptstadt ihres Staates machen wollen, löst die Entscheidung Wut und Empörung aus. Lesen Sie die aktuelle Entwicklung im News-Ticker von FOCUS Online.

  • Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt
  • Die Palästinenser-Organisation Hamas hat zu einer neuen Intifada aufgerufen
  • Warum Trumps Entscheidung so gefährlich ist
  • Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat für eine Resolution gestimmt, die Trumps Entscheidung verurteilt

Zwei Palästinenser bei Zusammenstößen mit Armee im Gazastreifen getötet

Freitag, 22. Dezember, 18.35 Uhr: Bei Protesten gegen die Nahostpolitik der USA sind im Gazastreifen mindestens zwei Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza trafen Kugeln die beiden Demonstranten in die Brust, als sie nach dem Freitagsgebet an Demonstrationen teilnahmen. Sechs weitere Palästinenser wurden bei den Zusammenstößen durch Schüsse verletzt. An den Protesten, zu denen die radikalislamische Hamas-Organisation aufgerufen hatte, beteiligten sich hunderte Menschen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde ein 24-Jähriger nahe Dschabalija im Norden des Gazastreifens erschossen. Der andere Mann, ein 29-Jähriger, wurde östlich der Stadt Gaza tödlich von einer Kugel getroffen. Damit stieg die Zahl der getöteten Palästinenser seit Beginn der Anti-USA-Proteste auf zehn. 

Die Proteste fanden an mehreren Orten entlang der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel statt. Nach Angaben des Ministeriums warfen Palästinenser Steine auf Soldaten auf israelischer Seite. Die Hamas hatte zu einem dritten "Tag der Wut" gegen die US-Entscheidung aufgerufen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Palästinenser begrüßen UN-Resolution zu Jerusalem

20.26 Uhr: Die Palästinenserbehörde hat die UN-Resolution zu Jerusalem am Donnerstag begrüßt. "Diese Entscheidung zeigt einmal mehr, dass die internationale Gemeinschaft die Rechte der Palästinenser unterstützt", sagte ein Sprecher des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Die Weltgemeinschaft habe sich nicht einschüchtern lassen.

"Wir werden unsere Bemühungen in internationalen Foren fortsetzen, bis wir der Besatzung ein Ende bereiten und unseren Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt errichten", sagte Sprecher Nabil Abu Rudeineh. Er dankte allen Ländern, die für die Resolution gestimmt haben, "trotz des Drucks, der gegen sie eingesetzt wurde".

Trotz einer Drohung von US-Präsident Donald Trump, anderen Ländern Hilfszahlungen zu streichen, haben die UN-Mitgliedstaaten mit großer Mehrheit für eine Resolution zum Status Jerusalems gestimmt. 128 der 193 Länder, darunter auch Deutschland, stimmten für das Papier. Völkerrechtlich ist es nicht bindend und hat deshalb vor allem symbolische Wirkung. Darin wird "tiefes Bedauern" über "jüngste Entscheidungen im Hinblick auf den Status Jerusalems" ausgedrückt. Wörtlich erwähnt wird Trumps umstrittene Entscheidung nicht, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Im Video: Gewalt nach Trumps Jerusalem-Entscheidung

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