Riesenblamage für US-Präsident Donald Trump: Ein Jahr nach seiner Wahl verlieren seine Republikaner in ihrer Hochburg Alabama einen wichtigen Senatssitz. Ausgerechnet ein Mitglied von Trumps Anti-Establishment-Bewegung ist verantwortlich.
Es war eine knappe Wahl in Alambama und sie hat einen überraschenden Sieger: Doug Jones von den Demokraten konnte sich gegen Roy Moore von den Republikanern durchsetzen.
Zu diesem Überraschungssieg dürften die Vorwürfe, die gegen Roy Moore im Wahlkampf erhoben worden waren, beigetragen haben. Mehrere Frauen warfen ihm vor, er habe sie sexuell missbraucht, als sie Teenager waren. Moore bestreitet die Vorwürfe. Auch mit fragwürdigen Äußerungen gegen Homosexuelle kam Moore in die Schlagzeilen.
Die Wahl in Alabama galt als auch als Testwahl für US-Präsident Donald Trump, der Moore unterstützt hatte. Alabama ist üblicherweise eine klare republikanische Hochburg. Trump hatte dort bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr über 60 Prozent der Stimmen geholt.
Für Trump könnte es ungemütlich werden
Durch die Niederlage in Alabama könnte es auch für Donald Trump ungemütlich werden. Denn die Republikaner haben jetzt nur noch eine Mehrheit von einem Sitz im Senat. Die Chance für die Demokraten, bei den anstehenden Kongresswahlen im nächsten Jahr die Mehrheit zu gewinnen stehen damit nicht schlecht.
Und wie anstrengend es für einen US-Präsidenten werden kann, wenn seine Partei keine Mehrheit im Senat hat, musste schon Trumps Vorgänger, Barack Obama, schmerzhaft erfahren. Viele seiner Gesetzesvorhaben, wie zum Beispiel eine Reform des Geheimdienstes NSA, konnte Obama nicht mehr umsetzen, weil die Republikaner seine Anliegen im Senat durchfallen ließen.
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