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Thursday, April 26, 2018

Online-Petition - Spahn soll Hartz IV testen: Das will Sandra S. dem CDU-Mann bei ihrem Treffen sagen

Online-Petition: Spahn soll Hartz IV testen: Das will Sandra S. dem CDU-Mann bei ihrem Treffen sagen
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„Hartz IV bedeutet nicht Armut“ – mit diesen Worten zur Grundsicherung für Arbeitslose erntete der neue Gesundheitsminister Jens Spahn viel Kritik. Es folgte eine Online-Petition, die Sandra Schlensog ins Leben gerufen hatte. Darin forderte die 40 Jahre alte Hartz-IV-Empfängerin den CDU-Politiker auf, einen Monat lang selbst Sozialhilfe zu empfangen.

Die Resonanz war riesig. Am Samstag nun wird sich Sandra S. mit Spahn in Karlsruhe treffen – um ihn von ihrer Forderung zu überzeugen, wie sie im Interview mit „ntv“ schildert: „Ich will Spahn einen Hartz-IV-Antrag zeigen und ein Carepaket, was man als Hartz-IV-Empfänger Ende des Monats so braucht. Vieles wird sich dann aus dem Gespräch ergeben. Mir ist wichtig, dass ich die persönliche Ebene treffe“, sagt Schlensog.

Schlensog will mit Spahn über den Mindestlohn und Kinderarmut sprechen

Sie hoffe, „dass Spahn eingesteht, dass Hartz IV eben doch Armut bedeutet und dass das für die Betroffenen gar nicht so einfach ist“. Der 40-Jährigen liege eine Erhöhung des Mindestlohns am Herzen: „Der ist so gering, dass viele Leute trotzdem aufstocken müssen.“ Außerdem halte sie es sich für „falsch“, dass das Kindergeld auf Hartz IV angerechnet wird, „weil das die Kinderarmut fördert“, so Schlensog weiter, die ebenfalls ein Ende der Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger fordert.

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„Hier ist Jens Spahn“

Es wird nicht das erste Gespräch zwischen der Sozialhilfeempfängerin und dem Berufspolitiker sein. Nachdem Sandra S. ihre Online-Petition für öffentliches Aufsehen gesorgt hatte, habe sie Spahn ein paar Tage später angerufen: „Ich war komplett überfordert, damit hätte ich ja nie gerechnet. Vor meiner Tür stand gerade Stern TV mit Norbert Blüm und wollte drehen. In dem Moment klingelte mein Telefon. ‚Hier ist Jens Spahn‘", sagte die Person. Ich so: ‚Ja, nee, ist klar.‘ Ich dachte, es gibt genug Idioten da draußen, da will mich jemand veralbern. Aber dann war mir schnell klar, dass es nicht so ist.“

Über 195.000 Menschen unterstützen die Petition

Sie hätten sich daraufhin „auf Augenhöhe“ und „konstruktiv“ unterhalten. Spahn selbst habe das gemeinsame Treffen, dessen Ort nicht öffentlich werden soll, vorgeschlagen.  Im Anschluss, so Sandra S., werde es aber eine Pressekonferenz geben, bei der sie dem Christdemokraten ihre Petition überreicht. Diese hat inzwischen über 195.000 Unterstützer.

Im Video: Er soll einen Monat von Hartz IV leben: Jetzt antwortet Spahn auf populäre Petition[kein Linktext vorhanden]

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