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Sunday, April 22, 2018

Syrien-Krieg im News-Ticker - Von der Leyen pocht auf harten Kurs gegen Russland

Syrien-Krieg im News-Ticker : Von der Leyen pocht auf harten Kurs gegen Russland
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Das Bürgerkriegsland Syrien kommt nicht zur Ruhe. Nach mutmaßlichen Giftgas-Angriffen seitens des Assad-Regimes ist die Lage eskaliert. Der Westen startet Militärschläge gegen Syrien – Moskau droht mit „Konsequenzen“. Alle Informationen zum Syrien-Krieg im News-Ticker von FOCUS Online.

„Putin schätzt keine Schwäche“: Von der Leyen pocht auf harten Russland-Kurs

Sonntag, 22. April, 0.00 Uhr: Bundesverteidigungsministerium Ursula von der Leyen plädiert für einen harten Kurs gegenüber Moskau. „Präsident Putin schätzt keine Schwäche. Anbiedern oder Nachgiebigkeit macht ihn nicht freundlicher“, sagte von der Leyen der „Bild“-Zeitung. „Wir müssen bei den Sanktionen bezüglich der Ostukraine darauf pochen, dass Russland seine Zusagen von Minsk einhält, bevor es Lockerungen gibt.“

Sie hätte zwar auch gerne ein besseres Verhältnis zu Russland, so von der Leyen. „Aber ich sehe die Fakten: Russland hat die Krim annektiert, stranguliert weiter die Ostukraine. Aleppo ist von russischen Fliegern unter einem Bombenteppich begraben worden. Russland schützt Assad. Zugleich die ständigen Cyberangriffe auf den Westen. Das Kernproblem ist heute: Der Kreml braucht Feindbilder, die freien Gesellschaften des Westens nicht. Deshalb ist es wichtig, dass wir aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke bereit bleiben zum Dialog mit Moskau.“

Von der Leyen stellte sich voll und ganz auf die Seite von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der die Luftschläge der USA, Frankreichs und Großbritanniens als "angemessenes und notwendiges Signal" bezeichnet hatte. „Ich bin davon überzeugt, dass die Schlussfolgerungen des Kollegen Maas zu Russland vollkommen richtig sind“, so von der Leyen wörtlich.

Forderungen nach einem Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wies von der Leyen gegenüber der „Bild“-Zeitung jedoch zurück: „Das halte ich nicht für richtig. Wir sind Politiker, wir müssen die Dinge politisch lösen. Wir können nicht die Fußballer und ihre Fans ausbaden lassen, dass wir um politische Lösungen ringen.“

OPCW bestätigt: Chemiewaffen-Inspekteure haben Untersuchung in Duma gestartet

17.11 Uhr: Die Chemiewaffenexperten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) haben mit der Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffes im syrischen Duma begonnen. Das Team habe am Samstag in der Stadt bei Damaskus Proben genommen, die nun in Rijswijk in den Niederlanden analysiert werden sollten, teilte die OPCW mit.

Russland: Chemiewaffen-Inspekteure sind unterwegs nach Duma

Samstag, 21. April, 15.13 Uhr: Chemiewaffen-Experten der OPCW sind nach Angaben des russischen Außenministeriums nach tagelangem Warten zur ihrer Inspektion der Stadt Duma in Syrien aufgebrochen. Russland erwarte eine „maximal unvoreingenommene Untersuchung“ der Ereignisse vom 7. April in Duma, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

Nach westlicher Auffassung hatte die syrische Armee damals Giftgas über der von Regierungsgegnern gehaltenen Stadt abgeworfen. Die Experten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hatten wegen Sicherheitsproblemen tagelang auf den Einsatz warten müssen. Der Westen vermutete die Verantwortung dafür bei der syrischen Regierung und ihrer Schutzmacht Russland.

Im Video: Auf dem Weg nach Syrien? Britische Marine fängt russisches Kriegsschiff im Ärmelkanal ab

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