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Wirecard springt auf Rekordhoch
17:03 Im Montagshandel legt die Wirecard-Aktie zu. Hintergrund ist eine positive Analysteneinschätzung der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Anleger lassen sich von der Empfehlung überzeugen. Mit einem Plus von 2,5 Prozent stiegen die Papiere am späten Nachmittag auf ein neues Rekordhoch von 133,15 Euro.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 40 Prozent zu Buche, was auch für diesen Zeitraum einen der Spitzenplätze in dem Technologiewerte-Index bedeutet. Der Börsenwert liegt mit mehr als 16 Milliarden Euro inzwischen fast 40 Prozent über dem der im Dax gelisteten Commerzbank .
Handelsstreit mit USA: Merkel signalisiert Gesprächsbereitschaft
16:40 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Zollstreit mit den USA kurz vor dem Auslaufen einer amerikanischen Frist Gesprächsbereitschaft signalisiert. Es gehe darum, die richtige Antwort zu finden, sagte Merkel am Montag auf einem Kongress in Berlin. Die CDU-Chefin verwies aber zugleich auf das "Damoklesschwert". US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt angekündigt, EU-Unternehmen nur bis zum 1. Juni von den im März eingeführten US-Sonderzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. Die US-Regierung prüft zudem, Einfuhrzölle auf Autos zu verhängen.
Die Kanzlerin betonte erneut die Bedeutung multilateraler Organisationen wie der Welthandelsorganisation WTO. Es gehe um einen freien, offenen und fairen Welthandel und gegen Protektionismus. Trump hatte sich mehrfach äußerst kritisch zur WTO geäußert.
Merkel verwies darauf, dass die EU für den Fall der Fälle Gegenmaßnahmen bei der Welthandelsorganisation WTO hinterlegt habe. Sie hoffe, dass die EU diese nicht einsetzen müsse. In internationalen Handelsangelegenheiten verhandelt die EU stellvertretend für ihre Mitglieder.
Das derzeitige EU-Kompromissangebot im Zollstreit sieht vor, den Vereinigten Staaten Handelserleichterungen in Aussicht zu stellen, wenn es im Gegenzug eine dauerhafte Ausnahmeregelung für die EU bei den US-Sonderzöllen auf Stahl und Aluminium gibt. Wenn die USA nicht auf das Angebot eingehen und die Ausnahmeregelung für die Stahl- und Aluminiumzölle auslaufen lassen, will die EU Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Motorräder oder Jeans verhängen. Eine entsprechende Liste ist bereits bei der Welthandelsorganisation WTO eingereicht worden.
Ölpreise rutschen weiter ab
13.36 Uhr: Am internationalen Rohölmarkt hat sich der jüngste Preisrückgang am Montag fortgesetzt. Sowohl europäisches als auch amerikanisches Erdöl wurden deutlich niedriger als am Freitag gehandelt. Fachleute begründeten den Preisrutsch vor allem mit Erwartungen auf ein wieder höheres Ölangebot. Das Ölkartell Opec und der Ölriese Russland hatten unlängst entsprechende Signale ausgesendet.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete gegen Mittag 75,32 US-Dollar. Das waren 1,21 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,17 Dollar auf 66,71 US-Dollar. Zuvor waren die Notierungen noch stärker auf 74,49 Dollar beziehungsweise 65,80 Dollar gefallen.
Auslöser des Preisrückgangs, der Mitte vergangener Woche einsetzte, waren Äußerungen der Ölminister von Saudi-Arabien und Russland. Diese lassen erwarten, dass die Opec und Russland ihre seit Anfang 2017 geltende Fördergrenze bald etwas lockern könnten. Ein offizieller Beschluss dazu könnte Mitte Juni auf der nächsten Opec-Sitzung fallen, vermuten Fachleute. Das Ziel der Fördergrenze, die Ölvorräte der Industrienationen zu verringern und damit die Ölpreise anzuheben, haben die Ölförderer mittlerweile erreicht.
Türkische Notenbank vereinfacht Geldpolitik
13.08 Uhr: Die türkische Notenbank vereinfacht ihre Geldpolitik und bewegt sich damit etwas auf internationale Investoren zu. Wie die Zentralbank am Montag in Ankara mitteilte, werde eine bereits angestoßene Vereinfachung komplettiert. Anstatt des bisher unübersichtlichen Systems aus zahlreichen Leitzinssätzen soll ab dem 1. Juni der einwöchige Leitzins der neue Schlüsselzins sein. Er soll wie der bisherige Spätausleihungssatz 16,5 Prozent betragen. Aktuell beträgt der Einwochenzins 8,0 Prozent.
In dem neuen System sollen zwei weitere Leitzinssätze etwas ober- und unterhalb des neuen Schlüsselzinses liegen. Der Abstand der beiden Zinssätze beträgt jeweils 1,5 Prozentpunkte. Das System erinnert etwas an das der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die türkische Lira reagierte auf die Ankündigung der Notenbank mit Kursgewinnen gegenüber Dollar und Euro.
Dax stolziert über 13.000 Punkte - gescheiterte Regierungsbildung in Italien treibt
09.31 Uhr: Der deutsche Leitindex befindet sich weiter auf Erholungskurs. Rückenwind brachte die vorerst gescheiterte Regierungsbildung in Italien. Die Anleger schienen erleichtert, denn der Dax hat die Marke von 13 000 Punkten mit Schwung übersprungen. Im frühen Handel stieg der deutsche Leitindex um 0,63 Prozent auf 13 020,09 Punkte. Angesichts der Feiertage in London und New York hielten sich die Aktivitäten der Händler allerdings in Grenzen.
In der zweiten deutschen Börsenreihe war die Tendenz ebenfalls freundlich: Der Index der mittelgroßen Werte MDax legte um 0,41 Prozent auf 26.823,29 Punkte zu. Für das Technologiewerte-Barometer TecDax ging es um 0,31 Prozent auf 2.832,92 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ebenfalls im Plus.
Nikkei zeigt sich von freundlicher Seite - Plus 0,13 Prozent
08:57 Uhr: Der Tokioter Aktienmarkt hat sich nach seiner schwachen Vorwoche am Montag letztlich von seiner freundlichen Seite gezeigt. Nachdem er im Handelsverlauf um seinen Schlusskurs vom Freitag geschwankt war, konnte sich der Nikkei 225 am Ende knapp mit 0,13 Prozent im Plus behaupten. Er schloss bei 22.481,09 Punkten. Die vergangene Woche hatte er mit einem Abschlag von mehr als 2 Prozent beendet.
Im Fokus blieb die Geopolitik wegen des fortgesetzten Verwirrspiels um das Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Nach der offiziellen Absage am Donnerstag äußert sich Trump nun wieder zuversichtlich, dass der mit Spannung erwartete Gipfel doch zustande kommt. Ein US-Verhandlungsteam sei am Sonntag in Nordkorea angekommen, um das Treffen vorzubereiten, schrieb er auf Twitter.
Auch an den Börsen in China standen moderate Kursgewinne zu Buche. Der CSI 300 mit den wichtigsten Werten vom chinesischen Festland stand kurz vor Handelsende 0,14 Prozent höher bei 3.821,76 Punkten. Der Hang Seng in Hongkong rückte um 0,57 Prozent auf 30.761,69 Punkte vor.
Euro klettert wegen gescheiterten Regierungsbildung in Italien über 1,17 US-Dollar
08:43 Uhr: Der Euro hat am Montagmorgen nach der gescheiterten Regierungsbildung in Italien und der deswegen wahrscheinlich anstehenden Neuwahlen zugelegt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg im asiatischen Handel wieder über die Marke von 1,17 Dollar, nachdem er am Freitag noch deutlich unter diese Marke gerutscht war. Zuletzt stand der Euro bei 1,1715 US-Dollar. Am späten Freitagabend hatte der Euro zwischenzeitlich nur noch 1,1646 Dollar gekostet und damit so wenig wie seit November vergangenen Jahres nicht mehr.
Am Devisenmarkt herrscht erst einmal Erleichterung darüber, dass es nicht zu einer Regierung der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega kommt. Doch angesichts der jetzt weiter anstehenden Hängepartie in Italien könnte die Unsicherheit schnell zurückkommen, sagten Devisenhändler in Asien. Am Sonntagabend hatte der gemeinsame Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, überraschend den Regierungsauftrag an Staatspräsident Sergio Mattarella zurückgegeben.
Ölpreise weiter auf Talfahrt
07:21 Uhr: Die Ölpreise standen auch am Montag im asiatischen Handel stark unter Druck. Am Markt gelten weiterhin Signale für ein höheres Rohölangebot als Auslöser - mit Russland und Saudi-Arabien haben führende Ölstaaten höhere Fördermengen in Aussicht gestellt. Damit setzen die Ölpreise ihre seit Mittwoch andauernde Talfahrt fort, am Dienstag hatte der WTI-Ölpreis noch den höchsten Stand seit November 2014 erreicht.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete am Morgen 75,01 US-Dollar. Das waren 1,43 US-Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,64 Dollar auf 66,24 US-Dollar.
Aussagen der Ölminister von Saudi-Arabien und von Russland am Freitag haben die Kursverluste deutlich verstärkt. Seit Mittwoch geben die Ölpreise nach, zunächst in einer Gegenbewegung zu den starken Gewinnen nach dem US-Ausstieg aus dem Atomdeal mit dem Iran und neuen US-Sanktionen gegen Venezuela nach dem Wahlsieg von Amtsinhaber Nicolas Maduro.
Außerdem haben sich seit Mittwoch auch der deutliche Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den USA belastend ausgewirkt.

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