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Tuesday, July 3, 2018

Anschlag in Frankreich geplant - Iranischer Diplomat unter Terrorverdacht in Bayern verhaftet

Anschlag in Frankreich geplant: Iranischer Diplomat unter Terrorverdacht in Bayern verhaftet
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In Brüssel wird ein Ehepaar festgenommen, das einen Bombenanschlag in Frankreich geplant haben soll. Wenig später geht der Polizei in Bayern ein iranischer Diplomat ins Netz. Er soll im Zusammenhang mit dem Anschlag stehen. Nun droht ihm die Aufhebung seiner Immunität.

Der an einer Raststätte bei Aschaffenburg festgesetzte Mann ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur im Zusammenhang mit einem geplanten Terroranschlag verhaftet worden. Konkret soll es sich um einen geplanten Anschlag auf eine Versammlung von Exil-Iranern in Frankreich handeln.

Kontaktmann des Terror-Ehepaars aus Belgien

Der Mann soll der Staatsanwaltschaft in Brüssel zufolge ein Kontakt des Ehepaares sein, das am vergangenen Samstag einen Bombenanschlag auf etwa 25 000 Teilnehmer einer Kundgebung in Villepinte geplant haben soll. Über diesen möglichen Zusammenhang hatten zuvor mehrere Medien online berichtet.

Das Paar, das in einem Kulturbeutel 500 Gramm Sprengstoff und eine Zündvorrichtung versteckt hatte, wurde in Belgien festgenommen. Bei dem an der Autobahn 3 bei Aschaffenburg festgesetzten Mann handelt es sich den Angaben der Brüsseler Staatsanwaltschaft um einen iranischen Diplomaten der Botschaft in Wien.

Joachim Herrmann lobt Fahndungserfolg

Der 46 Jahre alte Iraner ging der Polizei im Rahmen einer Fahndungs-Kontrolle ins Netz. Weil gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vorlag, wurden er und die drei weiteren Insassen des Wagens am Sonntagabend vorläufig in Gewahrsam genommen. Der Fahndungserfolg sei auch auf die automatisierte Kennzeichenerkennung zurückzuführen, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag. "Mit dieser Festnahme können wir die Ermittlungsarbeit in Belgien sicherlich unterstützen."

Österreich will dem Iraner nun seinen Diplomatenstatus aberkennen, wie das Außenamt am Dienstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA in Wien mitteilte.

Nach 48 Stunden Aberkennung des Diplomatenstatus

Wegen des Falles sei der iranische Botschafter ins Außenministerium in Wien zitiert worden, sagte ein Ministeriumssprecher. "Wir haben den Entsendestaat ersucht, die Immunität des iranischen Diplomaten aufzuheben.» Dem Diplomaten werde «binnen 48 Stunden aufgrund des Vorliegens eines Haftbefehls der Diplomatenstatus aberkannt".

Der Wagen des Mannes war außerdem nach einem Hinweis wegen des Verdachts auf Sprengstoff untersucht - wenig später konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. Die drei anderen Menschen seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte.

Der Iraner hingegen könnte demnächst nach Belgien ausgeliefert werden. Einen entsprechenden Auslieferungshaftbefehl werde die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beantragen, sagte ein Sprecher.

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