Mit Blick auf das Vorhaben von General Motors, im Bundesstaat Ohio ein Werk zu schließen, reagierte Trump regelrecht wütend. "Sie sollten dort verdammt noch mal schnell eine neue Fabrik eröffnen", sagte er dem "Wall Street Journal". Er habe GM-Chefin Mary Barra mitgeteilt, anderenfalls habe sie "ein Problem".
Trump bestätigte dem US-Finanzblatt auch, er habe Barra aufgefordert, die Autoproduktion in China zu stoppen. Vor Reportern in Washington erklärte Trump, die USA hätten viel für GM getan und man sei in der Lage, großen Druck auf den Konzern auszuüben.
SUVs und Pickups sind gefragt
Der größte US-Autobauer hatte verkündet, die Produktion im Heimatmarkt zu drosseln und deshalb massiv Personal zu entlassen und einige Fertigungsstätten schließen zu wollen. Es geht um sieben Fabriken, vier davon befinden sich in den USA. Unternehmenschefin Barra begründete die massiven Umstrukturierungs- und Sparpläne mit den "sich wandelnden Marktbedingungen". Schwerpunktmäßig will sich GM künftig auf die Produktion der in den USA überaus beliebten geländegängigen Limousinen (SUVs) und Kleinlaster mit offener Ladefläche (Pickups) konzentrieren.
Die Produktion von kleineren und mittelgroßen Pkw, die auf dem US-Markt immer weniger Abnehmer finden, wird hingegen weiter zurückgefahren. Stattdessen will der Konzern die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen vorantreiben. Auch die Entwicklung von Elektroautos soll zu den künftigen Prioritäten zählen - womit GM der Konkurrenz durch den US-Elektroautobauer Tesla begegnen will.
haz/wa (rtr, dpa, afp)
*Der Beitrag "Trump geht General Motors hart an" stammt von Deutsche Welle. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.
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