
Trotz des Minsker Abkommens kommt es immer wieder zu Kämpfen in der Ukraine. Nun droht der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu eskalieren. Die russische Küstenwache ging vor der Halbinsel Krim am Sonntag gewaltsam gegen drei Schiffe der ukrainischen Marine vor. Alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.
Russland entscheidet über gefangene ukrainische Seeleute
05.44 Uhr: Die russischen Behörden wollen am Dienstag über das weitere Schicksal von mehr als 20 festgehaltenen ukrainischen Marineangehörigen entscheiden. EU und Nato verlangen die sofortige Freilassung der Seeleute und ihrer drei Boote. Die Ukrainer waren am Sonntag nach einem stundenlangen Katz-und-Maus-Spiel auf dem Schwarzen Meer in die Gewalt der russischen Küstenwache geraten.
Merkel und Putin erörtern Krise zwischen Moskau und Kiew
05.42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach der Konfrontation zwischen russischen und ukrainischen Marineschiffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin telefoniert. Merkel habe dabei am Montagabend "die Notwendigkeit von Deeskalation und Dialog" betont, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstagmorgen.
Merkel und Putin hätten zudem "die Option einer Analyse des Vorfalls unter Beteiligung russischer und ukrainischer Grenzschutzexperten" erörtert. Sie hätten vereinbart, "hierzu in engem Kontakt zu bleiben". Merkel hatte am Montag auch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko telefoniert.
Bei ihrem Telefonat bat Putin die Kanzlerin, auf die ukrainische Führung einzuwirken, "keine weiteren unüberlegten Schritte" zu ergreifen, wie die russische Agentur Tass berichtete. Aus Moskauer Sicht wiederum geht die Aggression von der Ukraine aus. Dazu schilderte Putin die Situation als "provokative Aktionen" der ukrainischen Seite, sowie als "grobe Verletzung internationalen Rechts durch deren Kriegsschiffe" und als "beabsichtigtes Ignorieren der Regeln der friedlichen Passage durch territoriale Gewässer der Russischen Föderation".
US-Außenminister kritisiert Russland wegen Konflikts mit Ukraine
05.38 Uhr: US-Außenminister Mike Pompeo hat Russland wegen des Konflikts mit der Ukraine kritisiert. Die Entwicklungen vom Wochenende stellten eine "gefährliche Eskalation und eine Verletzung internationalen Rechts" dar, erklärte Pompeo am Montag in einer Mitteilung. "Die USA verurteilen dieses aggressive russische Vorgehen." Pompeo forderte Russland auf, die Schiffe zurückzugeben und die festgenommenen Besatzungsmitglieder freizulassen. Moskau müsse die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine respektieren.
Der US-Außenminister rief zudem beide Seiten dazu auf, Zurückhaltung zu üben. Der russische Präsident Wladimir Putin und Poroschenko müssten gemeinsam an einer Lösung arbeiten.
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