
Die US-Regierung stimmte dem Verkauf von 44 Abschussrampen sowie von Raketen des Flugabwehrsystems THAAD an Saudi-Arabien zu. Doch im US-Parlament wächst der Unwille über den Jemenkrieg, besonders nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi.
- Jamal Khashoggi starb am 2. Oktober im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul
- Saudische Agenten sollen ihn Berichten zufolge grausam gefoltert und ermordet haben
- Die saudische Regierung hat die Tötung Khashoggis mittlerweile eingeräumt
Mittwoch, 5. Dezember 2018, 10.17 Uhr: Der Istanbuler Generalstaatsanwalt hat im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi Haftbefehle für zwei hochrangige saudische Beamte ausgestellt. Einer von beiden sei Saud al-Kahtani, einer der engsten Berater von Kronprinz Mohammed bin Salman, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch berichtete. Nach offiziellen Angaben ist er mittlerweile entlassen worden.
Der andere Haftbefehl erging demnach gegen den ehemaligen Vize-Chef des Geheimdienstes Ahmed al-Asiri. Beide halten sich in Saudi-Arabien auf. Sprecher des Generalstaatsanwalts wollten die Haftbefehle nicht unmittelbar bestätigen.
Khashoggi war Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die türkischen Behörden machen ein aus Saudi-Arabien angereistes Mordkommando dafür verantwortlich. Der saudische Kronprinz wird verdächtigt, die Tat in Auftrag gegeben oder zumindest von ihr gewusst zu haben.
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