
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine droht zu eskalieren. Die russische Küstenwache ging vor der Halbinsel Krim am Sonntag gewaltsam gegen drei Schiffe der ukrainischen Marine vor. Poroschenko setzt nun auf Merkels Hilfe, um die Krise zu entschärfen. Alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.
Kreml widerspricht Merkel: Normandie-Format nicht zuständig
12.46 Uhr: Der Kreml stellt nach Agenturberichten die Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Aufarbeitung des schweren russisch-ukrainischen Zwischenfalls im Schwarzen Meer in Frage. Das sogenannte Normandie-Format mit Russland, der Ukraine, Frankreich und Deutschland beschäftige sich "mit der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen" zur Ostukraine, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau.
"Die Provokation der ukrainischen Seite in russischen Territorialgewässern gehört kaum zum Geltungsbereich der Minsker Vereinbarungen", sagte er der staatlichen Agentur Tass zufolge. Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert.
Merkel hatte wegen dieser neuen Eskalationsstufe zwischen Russland und der Ukraine beim G20-Gipfel in Argentinien mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen. Sie regte an, den Fall im Normandie-Format auf Ebene der außenpolitischen Spitzenberater zu besprechen. "Das ist auch zustimmend zur Kenntnis genommen worden", berichtete die Kanzlerin am Samstag in Buenos Aires vor Journalisten.
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