Irak, Syrien, Libyen – in diesen Ländern wütet die Terrormiliz "Islamischer Staat" besonders brutal. Die Anti-IS-Koalition hat ihre Angriffe gegen den IS intensiviert. Deutschland beteiligt sich auch: mit Aufklärungsflugzeugen und Soldaten.
Ehemalige Gefangene berichtet: IS hält immer noch 3000 Frauen als Sklavinnen gefangen
Sonntag, 28. Mai, 11.15 Uhr: Nadia Murad ist eine irakische Jesidin, die mehrere Monate in Gefangenschaft des sogenannten "Islamischen Staats" verbringen musste. Nach ihrer erfolgreichen Flucht, wanderte sie nach Deutschland aus. 40 Familienmitglieder hat die 24-Jährige an die Terromiliz bereits verloren.
Im Interview mit "Spiegel Online" warnte Murad nun davor, den IS zu unterschätzen. Die Miliz verfüge nach wie vor über moderne Waffen und Autos, sagte die ehemalige Gefangene. Es sei daher wichtig, die Geldströme des IS zu kappen.
Außerdem, so Murad, müssten die IS-Verbrecher vor internationale Gerichten angeklagt werden. Man dürfe nicht vergessen, dass die Verbrechen des "Islamischen Staats" noch andauerten, mahnte Murad. "Der IS hält immer noch mehr als 3000 Frauen gefangen".
Die 24-Jährige sieht aber auch positive Entwicklungen im Kampf gegen den IS: "Es werden internationale Haftbefehle gegen einzelne IS-Terroristen erlassen. Das ist der richtige Weg."
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