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Monday, May 29, 2017

So kommentiert Deutschland: Merkels Rede in München - "Beleg, dass die Kanzlerin den Mann mit der blonden Mähne nicht zähmen kann"

So kommentiert Deutschland: Merkels Rede in München: "Beleg, dass die Kanzlerin den Mann mit der blonden Mähne nicht zähmen kann"
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Angela Merkel hat am Sonntag nach den weitgehend gescheiterten Gipfeln von G7 und Nato in einem Bierzelt in München gesagt: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt." So kommentiert die Presse die Rede.

"Mit ihrer Analyse bricht Merkel noch nicht mit den USA"

"Süddeutsche Zeitung": "Mit ihrer Analyse bricht Merkel noch nicht mit den USA. Aber sie fällt ein vernichtendes und schmerzhaftes Urteil: Amerika ist nicht mehr verlässlich. Dieses Urteil ist wuchtig, und es kostet einen Preis, den weder Deutsche noch Europäer kennen. Die Kanzlerin nutzt dafür gerne den Begriff Schicksal. Auch der ist bewusst gewählt."

"Kanzlerin übt ihre erste direkte Kritik an Trump ausgerechnet, als es erste Fortschritte gab"

"Stuttgarter Zeitung": "Nun übt die Kanzlerin ihre erste direkte Kritik an Trump ausgerechnet, als es erste Fortschritte beim Thema Handel gab. So drängt sich der Verdacht auf, dass Merkels Bierzelt-Äußerung nach innen gerichtet ist. (…) Hinzu kommt, dass ein lautes Kontra in Richtung Amerika einem Wahlkämpfer in Deutschland noch selten geschadet hat. Wie gefährlich Merkels neuer Tonfall für die SPD sein könnte, hat deren Generalsekretärin Katarina Barley sofort verstanden. Sie versuchte, Merkel als Trump-Kritikerin im Bierzelt und als Trump-Getreue auf großen Gipfeln darzustellen. Ob diese Lesart verfängt, erscheint zurzeit eher fraglich."

"Hier ist Merkel die unangefochtene Führungsfigur"

"Berliner Zeitung": "Plötzlich kommt es wieder auf Europa an. Hier ist Merkel die unangefochtene Führungsfigur. ... Ganz nebenbei bereitet Merkel die Öffentlichkeit und die eigene Partei darauf vor, dass nach der Bundestagswahl große Reformen in der Europäischen Union zu erwarten sind...Um es ein wenig pathetisch zu formulieren: Der Tag, an dem Merkel im Truderinger Bierzelt das Wort ergriff und den Maßkrug stemmte, war womöglich der Tag, an dem Europas Neugründung begann."

"Klein-Klein im Merkel-Tempo, bis das Gegenüber eingelullt ist"

"Die Presse": "In all den Jahren hatte die ewig Unterschätzte große Machos der Weltpolitik gezähmt – Silvio Berlusconi zum Beispiel. Für Trump legte sie sich wie so oft eine Politik der kleinen Schritte zurecht: Ein IWF-Frauenfonds mit Ivanka Trump hier, ein duales Ausbildungsprojekt dort. Klein-Klein im Merkel-Tempo, bis das Gegenüber eingelullt ist. (…) Dass Trump die deutsche Handelspolitik jedoch pauschal als 'bad, very bad' gegeißelt haben soll, dass Strafzölle nicht vom Tisch sind, dass er Merkel und ihre Nato-Kollegen wie Schulkinder belehrt, sie schuldeten den USA viel Geld: Das alles ist Beleg, dass die Kanzlerin den Mann mit der blonden Mähne nicht zähmen kann."

Im Video: Nach Merkel-Rede schreibt "New York Times" von einer "tektonischen Verschiebung"

pk/dpa/AFP
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