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Friday, June 2, 2017

Fall in Nürnberg - Afghanischer Schüler entschuldigt sich für Anschlagsdrohung

Fall in Nürnberg: Afghanischer Schüler entschuldigt sich für Anschlagsdrohung
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Der von der Abschiebung bedrohte Nürnberger Schüler Asef N. hat sich für eine womöglich im Affekt getätigte Anschlags-Drohung entschuldigt. Das geht aus einer schriftlichen Stellungnahme seiner Betreuerin hervor, die FOCUS Online exklusiv vorliegt.

Darin heißt es: „An den Vorwurf, er habe bei der Verhaftung damit gedroht, zurück zu kommen und Deutsche umzubringen, kann Asef sich nicht erinnern. Durch die Sitzblockade und die sich daraus entwickelnden chaotischen Ereignisse geriet er selbst in einen emotionalen Ausnahmezustand.“

Und weiter schreibt Dagmar Gerhard von der Nürnberger Flüchtlingsinitiative „Mimikri“: „Sollte Asef in diesem Zustand höchster Erregtheit eine solche Drohung ausgestoßen haben, so tut es ihm leid und er entschuldigt sich dafür. Jedenfalls würde er niemals den Bewohnern des Landes, das ihn aufgenommen und ihm Schutz gegeben hat, Schaden zufügen.“

Der 20-jährige Asef N. war am Mittwoch direkt aus dem Klassenzimmer von der Polizei abgeholt worden. Er sollte abgeschoben werden. Seine Mitschüler wollten dabei nicht tatenlos zusehen und organisierten eine Spontandemo. Später kam es zu Tumulten mit der Polizei – laut Innenminister wurden sie von Personen aus der linksextremistisch-autonomen Szene ausgelöst. Der Schüler selbst wurde zweitweise in Gewahrsam genommen, ist nun aber wieder frei.

Laut Polizei drohte der Afghane im Beisein von Beamten im Fall seiner Abschiebung mit einem Anschlag. Er habe gesagt: „In einem Monat bin ich eh wieder hier und bringe Deutsche um."

Afghane weist Täuschungsvorwurf zurück

Auch den Vorwurf, er habe die Behörden getäuscht, weist er in der Stellungnahme zurück. „Die Behauptung, Asef habe die Behörden jahrelang wissentlich über seine Identität getäuscht und sich unkooperativ verhalten, weisen wir zurück. Mehrere Male seit der Ablehnung seines Asylantrages sprach er beim Konsulat in München vor, um die Ausstellung eines Passes zu beantragen. Dies wurde ihm jedoch verweigert. Nicht immer wurde ihm die Vorsprache als Nachweis für das Ausländeramt bestätigt.“

Auch sei es nicht richtig, dass der jetzt von Asef N. vorgelegte Pass schon im Jahr 2007 ausgestellt worden sei. „Lediglich eine Tazkira (afghanische Geburtsurkunde), die er dem Ausländeramt vorlegte, datiert aus dem Jahr 2007. Ganz offenbar verwechselt das Innenministerium diese Urkunde mit dem Pass.“

Der Afghane soll nach offiziellen Angaben die bayerischen Ausländerbehörden jahrelang systematisch getäuscht haben. Der Anfang 2012 in Deutschland illegal eingereiste Asylbewerber sei nach Ablehnung seines Asylantrags acht Mal aufgefordert worden, sich für die Rückführung in sein Heimatland einen afghanischen Pass zu beschaffen. Das habe er jedes Mal abgelehnt, berichtete der mittelfränkische Regierungspräsident.

Als der junge Afghane schließlich im März eine Aufenthaltserlaubnis beantragt habe, habe er zur Überraschung der Zentralen Ausländerbehörde plötzlich einen bereits im Jahr 2007 ausgestellten afghanischen Pass vorgelegt. Damit sei klargeworden, dass der Mann die Behörden in der Passfrage seit Jahren getäuscht habe. Das sei eine Straftat, unterstrich Bauer.

Im Video: "In einem Monat bin ich eh wieder hier und bringe Deutsche um"

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