Die Balkanroute wurde 2016 geschlossen. Viele verzweifelte Flüchtlinge wagen deshalb die Reise übers Mittelmeer, Hunderte Menschen ertrinken pro Woche an Europas Außengrenze. Gleichzeitig harren viele Menschen in improvisierten Camps an den geschlossenen Binnengrenzen unter unwürdigen Bedingungen aus. Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingskrise im News-Ticker von FOCUS Online.
Mit Drahtschere und Hammer: 73 Migranten überwinden Grenzzaun nach Spanien
Dienstag, 01. August 2017, 19.01 Uhr: Etwa 200 Migranten haben versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta zu überwinden. Wie spanische Behörden am Dienstag mitteilten, gelang dabei 73 Asylsuchenden die Flucht nach Ceuta. Demnach wurden bei dem Vorfall 18 Menschen leicht verletzt, darunter 15 Migranten und drei Polizisten. Immer wieder versuchen Flüchtlinge über die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika EU-Boden zu erreichen.
Ceuta ist von zwei acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Zäunen umgeben. Nach Behördenangaben benutzten die Migranten bei ihrem Fluchtversuch am Dienstagmorgen Drahtscheren und Hammer.
Die beiden Exklaven Ceuta und Melilla haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Im Februar gelang es in wenigen Tagen rund 850 Migranten, die Grenzzäune zu überwinden, im Mai waren es an einem Tag etwa 300 Migranten. Im März kündigte die Regierung in Madrid an, sie wolle die Aufnahmekapazität für Flüchtlinge in Ceuta und Melilla von 4500 auf 8500 Plätze erhöhen.
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