Rechercher dans ce blog

Saturday, April 28, 2018

JWC-Geschäftsführer Maram Stern - „Jüdisches Leben schützt man nicht dadurch, dass man Muslime ausgrenzt“

JWC-Geschäftsführer Maram Stern: „Jüdisches Leben schützt man nicht dadurch, dass man Muslime ausgrenzt“
Danke für Ihre Bewertung!
0

Der stellvertretende Geschäftsführer des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Maram Stern, hat sich gegen eine Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland ausgesprochen.

Zwar gebe es bei vielen, die hierzulande Zuflucht gefunden hätten, einen „abgrundtiefen Hass auf Israel und auf Juden“, schrieb er in einem Beitrag für den „Spiegel“ (Samstag). Aber jüdisches Leben schütze man nicht, indem man Muslime ausgrenze.

„Es erscheint mir wohlfeil, den Anstieg des Judenhasses in den letzten Jahren nur bei muslimischen Zuwanderern zu suchen“, so Stern. „Denn wie erklärt man den grassierenden Antisemitismus unter jenen, die nicht Flüchtlinge, sondern in Deutschland geboren und aufgewachsen sind?“ Die Juden wollten sich nicht von „Neu-Rechten“ vereinnahmen lassen, die behaupteten, der Kampf gegen den Islam sei der beste Schutz für jüdisches Lebens in Deutschland. „Wir mögen es nicht, wenn eine Minderheit, die jüdische, gegen eine andere Minderheit, die muslimische, in Stellung gebracht wird.“

Eine gute Integration von Zuwanderern setze stattdessen „einen Vertrauensvorschuss“ voraus, schrieb Stern. Wer den Antisemitismus wirklich zurückdrängen wolle, der müsse „das Anderssein“ zulassen. „Der muss aushalten, dass Menschen auf der Straße mit Kippa, Kopftuch oder im Minirock rumlaufen.“

Im Video: Hamburger Jude spricht über Angriff auf ihn – und sagt, warum er sich nicht verstecken will

Lesen Sie auch

Let's block ads! (Why?)

No comments:

Post a Comment

Search

Featured Post

Granblue Fantasy: Relink's Demo Will Make a Believer Out of You - Kotaku

depolitikblog.blogspot.com Before multiple friends of mine went out of their way to sing the praises of Granblue Fantasy: Relink to ...

Postingan Populer