
Das Hin und Her im Handelsstreit zwischen der USA und China droht zu eskalieren. Die Trump-Regierung macht ernst und brummt chinesischen Unternehmen Strafzölle oder Lieferstopps auf. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im Ticker von FOCUS Online.
Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf Autoimporte würden entgegen landläufiger Meinung nicht primär deutsche Hersteller treffen. „Tatsächlich dürften andere Länder noch härter getroffen werden. Die meisten Autoimporte der USA kommen nicht aus Deutschland, sondern aus Mexiko, Kanada und Japan“, schreibt Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, in einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche.
Diese drei Länder stellten zwei Drittel der Autoexporte in die USA, Deutschland folge mit erheblichem Abstand und einem Importwert von 20 Milliarden Dollar auf Platz vier. Der überraschend niedrige Importanteil aus Deutschland hat laut Fuest damit zu tun, dass Volkswagen, BMW und Daimler einen Teil der Autos, die sie in den USA verkaufen, auch dort produzieren.
Laut Fuest „kann man davon ausgehen, dass die Käufer von Audi, BMW und Mercedes-Benz weniger empfindlich auf Preiserhöhungen reagieren als die Nachfrager im Massenmarkt. Das spricht dafür, dass die deutschen Hersteller einen größeren Teil der Strafzölle auf die Käufer überwälzen könnten als Hersteller aus anderen Ländern.“
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