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Thursday, July 5, 2018

+++ Handelsstreit im News-Ticker +++ - IW-Direktor Hüther: „Der Handelskrieg wird nicht spurlos an unserer Wirtschaft vorbeigehen“

+++ Handelsstreit im News-Ticker +++: IW-Direktor Hüther: „Der Handelskrieg wird nicht spurlos an unserer Wirtschaft vorbeigehen“
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Das Hin und Her im Handelsstreit zwischen den USA und China droht zu eskalieren. Die Trump-Regierung macht ernst und brummt chinesischen Unternehmen Strafzölle oder Lieferstopps auf. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im Ticker von FOCUS Online.

06.40 Uhr: Nach Inkrafttreten der neuen US-Strafzölle auf chinesische Importe hat Chinas Regierung "den notwendigen Gegenangriff" verkündet. Die USA hätten "den größten Handelskrieg in der Wirtschaftsgeschichte" eingeleitet, sagte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking am Freitag. Weitere Details gab es noch nicht.

US-Strafzölle gegen China in Kraft getreten

06.12 Uhr: Die USA haben im eskalierenden Handelskonflikt mit China Strafzölle auf Importe von Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar eingeführt. Die Zölle traten um Mitternacht (US-Ostküstenzeit, 06.00 Uhr MESZ) in Kraft, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer bestätigte.

In dem Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat China Vergeltung angekündigt. Es wird erwartet, dass Peking seinerseits umgehend mit Sonderzöllen auf US-Importe reagieren wird. China lasse sich nicht provozieren, hieß es vom Handelsministerium. Angekündigt waren Maßnahmen etwa auf Sojabohnen und Schweinefleisch aus den USA.

US-Präsident Donald Trump hatte der chinesischen Führung angedroht, im Falle von Vergeltungszöllen weitere chinesische Waren im Wert von bis zu 200 Milliarden Dollar mit Handelsschranken zu belegen.

IW-Direktor Hüther erwartet schwere Auswirkungen des Handelskrieges auf die deutsche Wirtschaft

5.10 Uhr: Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), Michael Hüther, fürchtet schwere Auswirkungen des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges auf die deutsche Wirtschaft. „Wenn zwei der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in einen Handelskrieg einsteigen, wird dies mit Sicherheit nicht spurlos an unserer Wirtschaft vorbeigehen“, sagte Hüther im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

„Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg der letzten Jahre hängt in hohem Maße vom Exportgeschäft ab“, fügte Hüther hinzu. „Deutschland hat – anders als die USA – stark vom wirtschaftlichen Aufstieg Chinas profitieren können. Vor diesem Hintergrund wird insbesondere der Einfluss von US-Handelssanktionen auf Chinas Wachstum auch Rückwirkungen auf das deutsche Exportgeschäft in China haben“, so der Ökonom weiter. „Insbesondere das deutsche Wachstum hängt an der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer.“

Revanche gegen Trump-Zölle: EU plant eigene Zölle auf Stahlprodukte

19.33 Uhr: Die EU will mit Schutzzöllen auf Marktverzerrungen durch die US-Sonderzölle auf Stahlprodukte reagieren. Die jüngsten Importstatistiken zeigten, dass wegen der US-Sonderzölle in Höhe von 25 Prozent mehr ausländische Stahlerzeugnisse in die EU gelenkt würden, teilte ein Sprecher von EU-Handelskommissarin Cecila Malmström am Donnerstag mit.

Deswegen habe man den EU-Staaten vorläufige Schutzmaßnahmen vorgeschlagen. Geplant ist demnach, zusätzliche EU-Zölle auf die diejenigen Importe zu verhängen, die nun zusätzlich in EU kommen. An der Verzollung der traditionellen Importmengen würde sich nichts ändern.

Nach Angaben des Sprechers soll die vorläufige Schutzmaßnahme noch in diesem Monat offiziell beschlossen werden. Von den Mitgliedstaaten gebe es breite Zustimmung, hieß es. Dauerhafte Schutzmaßnahmen könnten nach dem endgültigen Abschluss der derzeitigen Marktuntersuchung beschlossen werden. Letztere wird noch mindestens bis Ende des Jahres dauern.

Bereits im Juni hatte die EU Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder in Kraft gesetzt. Auch sie sind eine Reaktion auf die Einführung von US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte, die von den Europäern als nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO angesehen werden. Nach EU-Auffassung wurden sie nämlich nicht wie von Washington angeführt zum Schutz der nationalen Sicherheit, sondern zur Abschottung des US-Marktes vor ausländischer Konkurrenz eingeführt.

USA und China steuern auf Handelskrieg zu

Donnerstag, 5. Juli, 18.59 Uhr: Die USA und China bleiben im Handelsstreit auf Konfrontationskurs. Als Vergeltung für das Inkrafttreten von 25-prozentigen Sonderzöllen der USA auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar an diesem Freitag wird Peking Gegenmaßnahmen in ähnlichem Umfang erlassen, wie der Zoll mitteilte. Die Eskalation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften wird mit Sorge verfolgt, da die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Auch droht den Europäern, zwischen die Fronten zu geraten.

„Die USA haben diesen Handelskrieg provoziert“, sagte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, in Peking. Sein Land werde sich „Drohungen und Erpressung“ nicht beugen. „China wird gezwungen sein, zurückzuschlagen.“ Das Land werde seine Kerninteressen verteidigen. Um unkalkulierbaren Folgen des Handelskonflikts an den Aktien- und Währungsmärkten entgegenzuwirken, haben Chinas Zentralbank und Wertpapieraufsicht bereits Notfallpläne entwickelt.

Die US-Zölle sollen um Mitternacht Washingtoner Zeit (Freitag 06.00 Uhr MESZ) in Kraft treten – die chinesischen Gegenmaßnahmen kurz danach. Nach dieser ersten Runde droht eine weitere Eskalation, da US-Präsident Donald Trump Mitte Juli über Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent auf weitere chinesische Waren im Wert von 16 Milliarden US-Dollar entscheiden will, die Anfang August in Kraft treten könnten. Er begründet die Zölle mit Technologiediebstahl.

Als Reaktion auf Chinas Vergeltung droht Trump aber zusätzlich mit Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf weitere chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Insgesamt wäre dann die Hälfte aller Ausfuhren aus China in die USA betroffen. Experten warnen, dass im Falle eines ausgewachsenen Handelskrieges ein Rückgang des Wirtschaftswachstums in den USA, China und weltweit droht.

Im Video: Kurz nach Trumps Deal mit China erhält Ivanka dort neue Markenrechte

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