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Sunday, September 16, 2018

Mutmaßliche Skripal-Attentäter - „Als ich diese beiden Idioten gesehen habe, geriet meine Meinung ins Wanken“

Mutmaßliche Skripal-Attentäter: „Als ich diese beiden Idioten gesehen habe, geriet meine Meinung ins Wanken“
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Ein Interview mit zwei von London wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal gesuchten Männern hat für Hohn und Spott gesorgt – sowohl in Großbritannien als auch in Russland.

„Das letzte Mal, als das russische Militär behauptete im Urlaub zu sein, marschierte es in die Ukraine ein“, schrieb der britische Außenminister Jeremy Hunt auf Twitter.

Kathedrale freut sich über kostenlose Werbung

In dem im russischen Sender RT ausgestrahlten Interview berichteten die Männer, sie seien zufällig kurz vor dem Skripal-Attentat im März als Urlauber nach Großbritannien geflogen, um „die berühmte Kathedrale von Salisbury zu besichtigen“. Sie seien die Männer, die auf den von der britischen Polizei veröffentlichten Fahndungsfotos zu sehen seien, sagten die beiden in dem Fernsehinterview. Ihre Namen seien Alexander Petrow und Ruslan Boschirow.

Die Kathedrale von Salisbury nutzte die mediale Aufmerksamkeit und twitterte ein Foto ihres berühmten Kirchturms, „dem größten in Großbritannien“. Der Karikaturist der Zeitung „Daily Telegraph“ zeichnete drei Männer in klassischer Agentenkleidung auf einer Moskauer Brücke und schrieb dazu: „Ihr seid zur Kathedrale von Salisbury gefahren und habt uns weder Schlüsselanhänger noch Lesezeichen mitgebracht?“

„Das hier sind Clowns“

Sogar in Russland wird über das Interview gelacht. Unter dem Youtube-Video von RT im russischen Original versammelten sich fast ausnahmslos kritische Kommentare auf Russisch – ungewöhnlich für den Kanal. „So sprechen echte Touristen“, spottet ein User. „Das hier sind Clowns.“ Und ein anderer Nutzer schreibt: „Bis heute hatte ich diese Skripal-Geschichte als Provokation der Briten aufgefasst. Aber als ich diese beiden Idioten gesehen habe, geriet meine Meinung ins Wanken“.

Ein Sprecher von Premierministerin Theresa May bezeichnete das Interview mit den beiden Männern als „Beleidigung der öffentlichen Intelligenz“.

Moskau weist Vorwürfe weiter von sich

Moskau nannte die Kritik an dem Interview am Freitag „absurd“. „Das sind normale Bürger. Sie haben nichts mit dem russischen Staat zu tun", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er wies Fragen zurück, ob Russland der britischen Polizei erlauben würden, die Männer zu befragen. 

Die Russen werden beschuldigt, am 4. März das Nervengift Nowitschok auf den Türgriff von Skripals Haus in Salisbury gesprüht zu haben. Skripal und seine Tochter Julia wurden bei dem Angriff schwer verletzt und konnten nur knapp dem Tode entrinnen.

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flr/mit AFP
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