
Der Brexit-Deal von Theresa May mit der EU ist gescheitert. Das britische Parlament lehnte den Austrittsvertrag zum dritten Mal ab. May will die EU um eine erneute Verlängerung der Austrittsfrist bitten. Alle Informationen zum Brexit-Prozess im News-Ticker von FOCUS Online.
- Aktuell soll Großbritannien die EU am 12. April verlassen - mit oder ohne Brexit-Abkommen
- Das Unterhaus hat am Mittwoch ein Gesetz gebilligt nachdem die Regierung gezwungen ist einen weiteren Aufschub des EU-Austritts zu beantragen
- Merkel trifft sich heute mit dem irischen Premierminister Varadkar, um die Grenzsituation zwischen der Republik Irland und Nordirland nach dem Brexit zu diskutieren
Trotz Brexit-Verzögerung: Neue britische Pässe ohne EU-Hinweis
12.41 Uhr: Auf neuen britischen Reisepässen fehlen trotz der Brexit-Verschiebung bereits die Wörter "Europäische Union". Die burgunderfarbenen Dokumente sind am 30. März eingeführt worden - einen Tag nach dem ursprünglich geplanten EU-Austritt.
"Ich war überrascht - wir sind doch immer noch Mitglied der EU", sagte Susan Hindle Barone, die einen solchen neuen Pass bekommen hatte, am Samstag der britischen Nachrichtenagentur PA.
Nach Angaben des Innenministeriums können für eine gewisse Zeit aber auch noch einzelne Pässe mit dem EU-Hinweis ausgestellt werden - man wolle den Vorrat aufbrauchen. Ob mit oder ohne Hinweis auf die Europäische Union: Beide Arten von Reisepässen seien gültig, hieß es.
Ende des Jahres müssen sich die Briten auf noch eine Neuerung einstellen: Dann sollen die Dokumente nicht mehr im typischen Burgunderrot der EU-Reisepässe ausgestellt werden, sondern in Blau - mit Pässen in dieser Farbe bereisten die Briten früher die Welt.
Ursprünglich wollte Großbritannien bereits am 29. März die Staatengemeinschaft verlassen. Doch das britische Parlament war über den Brexit-Kurs so zerstritten, dass der Termin nicht zu halten war.
Neuer Austrittstermin ist nun der 12. April. Um einen chaotischen Bruch mit schweren Folgen zu vermeiden, hat Premierministerin Theresa May in einem Schreiben an EU-Ratschef Donald Tusk am Freitag aber um Aufschub bis zum 30. Juni gebeten. Tusk plädiert hingegen für eine flexible Verlängerung der Austrittsfrist um bis zu zwölf Monate. Der Vorschlag ist auch als "Flextension" oder "Flexi-Brexit" bekannt.
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