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Wednesday, February 28, 2018

Kommentar - Es ist eine Schande, wenn Politiker Tafel-Helfer zu Ausländerfeinden machen

Kommentar: Es ist eine Schande, wenn Politiker Tafel-Helfer zu Ausländerfeinden machen
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Deutschland diskutiert die Probleme der „Essener Tafel“ auch seit Tagen noch immer heftig. Klar, Kritik ist angebracht. Zweifellos ist es ein Unding, dass deutsche Senioren und Mütter offenbar immer öfter von ausländischen Bedürftigen verdrängt werden. Klar ist jedoch auch, dass eine Reihe von Reaktionen weit über das Ziel hinausschießt.

Dass nun aber sogar Politiker der großen Volksparteien in den Kanon derjenigen einstimmen, die den Essener Helfern Fremdenhass vorwerfen, ist vor allem eines: eine Schande.

Den überzogensten Kommentar hat sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geleistet. In einem Twitterbeitrag schreibt er: „Essener Tafel überzeugt nicht. Hunger ist für jeden gleich. Schade, Ausländerhass sogar bei den Ärmsten angekommen.“ Und die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, wie Lauterbach von der SPD, verbreitete über Twitter: „Mir läuft es eiskalt den Rücken runter. Essen nur für Deutsche. Migranten ausgeschlossen.“

Erschütternd, wie Sozialdemokraten reagieren

Erschütternd ist, dass ausgerechnet Sozialdemokraten sich derart exponieren. Denn der Schutz der Bedürfnisse von sozial Schwachen gehört zu den politischen Hauptanliegen der SPD, die in den letzten vier Jahren in Berlin die Regierungsverantwortung mitgetragen hat. Zudem sind die mehr als 930 Tafeln, an denen deutschlandweit 60.000 Helfer regelmäßig rund 1,5 Millionen Bedürftige mit dem Nötigsten versorgen, keinesfalls nur ein Zeichen für einen immensen Einsatz Ehrenamtlicher. Sie sind auch ein Symbol für das Versagen des Staates. Denn ganz offensichtlich deckt die Hartz-IV-Grundsicherung bei unglaublich vielen Menschen nicht einmal die wichtigsten Bedürfnisse wie ausreichende Lebensmittelversorgung ab.

Im Video: Essener Tafel: Nach Kritik an Aufnahmestopp gerät Merkel unter Beschuss

Was die Vorwürfe noch ungerechter macht: Migranten sind auch an der Essener Tafel keinesfalls von der Versorgung ausgeschlossen, wie die SPD-Staatssekretärin Chebli glauben machen will. Der Beschluss, keine ausländischen Bedürftigen zu bedienen, gilt laut Tafel-Vorstand nämlich lediglich für Neuregistrierungen. Alle Migranten hingegen, die dort schon registriert sind, können also auch weiterhin Hilfe in Anspruch nehmen.

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Auch Merkel macht eine unglückliche Figur

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht in dieser Debatte ebenfalls eine unglückliche Figur. Die CDU-Chefin, die erst vor wenigen Tagen wieder ihr Flüchtlings-Credo „Wir schaffen das“ wiederholte, kommentierte den Streit um die Essener Tafel lediglich mit den Worten: „Das ist nicht gut". Kein Wort über die unverzichtbare Unterstützung der Tausenden Helfer, die am „Tag des Ehrenamts“ sonst immer in salbungsvoll gehuldigt wird. Vor allem aber ließ Merkel auch nur den kleinsten Hinweis darauf vermissen, wie man das Problem in Essen lösen könnte.

Das Beklemmendste an diesen Kommentaren ist, dass GroKo-Politiker auf besonders peinliche Art ihre Hilflosigkeit zur Schau stellen, die sie den Schreihälsen am Rand des rechten politischen Spektrums sonst so gerne als platten Populismus vorhalten.

Im Video: Als Afrikaner Nazi-Schriftzüge an Essener Tafel sieht, kann er seine Wut nicht verbergen

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CDU/CSU - Einstimmig beschlossen: Unionsfraktion beschließt Kooperationsverbot mit der AfD

CDU/CSU: Einstimmig beschlossen: Unionsfraktion beschließt Kooperationsverbot mit der AfD
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Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat beschlossen, dass sie in dieserLegislaturperiode inhaltlich nicht mit der AfD zusammenarbeiten wolle. Folglich werden im Bundestag keine gemeinsamen Anträge zwischen Union und AfD erarbeitet oder vorgelegt.

Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Demnach soll die Entscheidung ohne Gegenstimme beschlossen worden sein.  Man werde lediglich mit der AfD zusammenarbeiten, wenn es beispielsweise im Ältestenrat um die Tagesordnung des Bundestags gehe, berichtet "tagesschau.de" und beruft sich auf einen Teilnehmer der Sitzung. Auch das Kooperationsverbot mit der Linkspartei, das schon vorher bestand, soll während der Sitzung erneuert worden sein.

CSU-Landesgruppenchef, Alexander Dobrindt, hatte zuletzt mit Blick auf den Verfassungsschutz erklärt: "Mein Gefühl sagt mir, dass wir Gründe erleben werden in den nächsten Wochen oder Monaten, die eine Rechtfertigung der Beobachtung von Personen aus der AfD möglich machen werden." Er sehe es als seinen Auftrag an, dass die AfD im nächsten Bundestag nicht mehr vertreten sei.

Im Video: CDU-Parteitag in Berlin - Merkel kündigt "spürbare Konsequenzen für Integrationsverweigerer" an

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Zana Ramadani - Ex-Femen-Aktivistin erhebt Vorwürfe gegen früheren Bundespräsidenten Gauck

Zana Ramadani: Ex-Femen-Aktivistin erhebt Vorwürfe gegen früheren Bundespräsidenten Gauck
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Die frühere Femen-Aktivistin Zana Ramadani erhebt in ihrem neuen Buch Medienberichten zufolge Vorwürfe gegen Ex-Bundespräsident Joachim Gauck.

In dem Buch über die „Metoo“-Bewegung, die gegen alltägliche sexuelle Belästigung kämpft, schildert Ramadani auch einen Besuch im Schloss Bellevue beim damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Dabei soll es zu einem Dialog gekommen sein, den Ramadani in ihrem Buch wiedergebe, berichtet der „Berliner Kurier“.

In Anspielung auf den oft barbusigen Protest von Femen habe Gauck Ramadani gefragt: „Aber Sie ziehen sich doch heute hier nicht aus?“ Diese habe verneint und hinzugefügt, dass es ja auch nicht so einfach wäre, „dieses Kleid auszuziehen“. Darauf habe der damalige Bundespräsident geantwortet: „Wenn nur das das Problem ist, dann kann ich Ihnen helfen.“

Die Ex-Femen-Aktivistin habe den Dialog als peinlich empfunden, schreibt die Zeitung. Bis dato habe kein Außenstehender den Wortwechsel bestätigt. Gauck äußere sich dazu nicht.

Ramadani berichte außerdem von einem gemeinsamen Foto, bei dem Gauck ihr um die Hüfte gefasst haben soll. „Er hatte mich nicht gefragt, ob er das dürfe, und ich hatte ihn nicht dazu aufgefordert, das zu tun“, schreibe sie in ihrem Buch. Der „Berliner Kurier“ bemerkt dazu, es gebe Fotos von Gauck und Ramadani, auf denen beide eng zusammenstünden und die Ex-Femen-Aktivistin „nicht unglücklich“ aussähe. In ihrem Buch schreibe sie über den früheren Bundespräsidenten, dieser sei zwar „ein kleiner Grapscher, aber sicher auch ein Gentleman“.

Gauck-Anwalt weist Vorwurf zurück

Gauck habe dazu über seinen Anwalt mitteilen lassen, der Vorwurf entbehre „jeglicher Grundlage“. Lese man den Text genau, „steht da lediglich, dass Herr Gauck für ein Foto fotoüblich seine Hand um sie gelegt hat und äußert dann lediglich eine Vermutung in ihrem Text, dass die Hand tiefer rutschen könnte, was aber tatsächlich überhaupt nicht geschehen ist“. Von einem „Grabschen“ zu sprechen, sei vor diesem Hintergrund „schlicht absurd“.

Ramadani gehörte zu den Gründerinnen des Vereins „Femen Deutschland“ und beteiligte sich an zahlreichen Protestaktionen. Als Begründung für ihren Rückzug nannte sie unter anderem „Gender-Feministinnen“ in der Bewegung sowie die Aktion einer „Femen“-Frau, die sich aus Protest gegen die Pegida-Bewegung „Bomber Harris, do it again“ auf die Brüste pinseln ließ - eine Anspielung auf die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Mittlerweile macht sich Ramadani vor allem als Autorin und Islamkritikerin einen Namen. Sie kritisiert kopftuchtragende Frauen und muslimische Mütter, die ihre Söhne zu verweichlichten Paschas erzögen, die der westlichen Leistungsgesellschaft nicht gewachsen seien.

Video: Nackt-Aktivistin reißt Jesus-Figur aus Vatikan-Krippe und wird überwältigt

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Für rund eine Milliarde Euro - Finanzinvestoren übernehmen HSH Nordbank

Für rund eine Milliarde Euro: Finanzinvestoren übernehmen HSH Nordbank
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Eine Gruppe mehrerer Finanzinvestoren um die New Yorker Investmentgesellschaft Cerberus übernimmt die HSH Nordbank. Die Käufer zahlen rund eine Milliarde Euro. Ein entsprechender Beschluss ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sitzung der schleswig-holsteinischen Landesregierung und des Hamburger Senats am Mittwoch in Kiel gefallen.

Mehr in Kürze auf FOCUS Online.

Im Video: Zigaretten, Pakete, Neuwagen: Das ändert sich zum 1. März 2018

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Wegen illegaler Kaffee-Preisabsprachen - Rossmann muss 30 Millionen Euro Strafe zahlen

Wegen illegaler Kaffee-Preisabsprachen: Rossmann muss 30 Millionen Euro Strafe zahlen
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+++ Flüchtlingskrise im News-Ticker +++ - Mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge im Jahr 2017

+++ Flüchtlingskrise im News-Ticker +++: Mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge im Jahr 2017
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In Deutschland kommen derzeit wesentlich weniger Flüchtlinge an als 2015. Durch das Schließen der Grenzen im Balkan hat sich die Route der Flüchtlinge verlagert. Viele Menschen reisen über Spanien nach Westeuropa, um vor unmenschlichen Bedingungen in improvisierten Camps an der Nordküste Afrikas zu fliehen. Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingskrise im News-Ticker von FOCUS Online.

Mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge

Mittwoch, 28. Februar 2018, 10.13 Uhr: Im Jahr 2017 hat es einem Medienbericht zufolge in Deutschland 2219 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte gegeben. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Zahl sank demnach im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel: 2016 seien noch rund 3500 Angriffe erfasst worden. Zu den Delikten zählten gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen.

Dem Bericht zufolge gab es vergangenes Jahr 1906 Angriffe auf Flüchtlinge sowie 313 Anschläge und Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte. Dabei seien mehr als 300 Menschen verletzt worden. Die Bundesregierung habe die Attacken in dem Papier aufs Schärfste verurteilt, hieß es.

Die Linken-Politikerin Ulla Jelpke gab der AfD und der Union eine Mitverantwortung für die Übergriffe. (Zitat) "Mehr als 2000 rechte und rassistische Angriffe gegen Geflüchtete im Jahr 2017 sind Ausdruck einer aggressiven Stimmung im Land, die von der AfD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten täglich befördert wird. Ermutigt werden sie nicht nur durch das Gerede von Bürgerkrieg und "Umvolkung", wie es von AfD und Pegida vertreten wird, sondern auch durch die rassistische Stimmungsmache der Unionsparteien, die keine Gelegenheit auslassen, Verschärfungen im Umgang mit Flüchtlingen zu fordern."

Im Video: Afrikanische Asylbewerber bauen Schnee-Unterkünfte in Alpen – zur Freude der Dorfbewohner

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Bis zu 11,55 Euro in anderen Ländern - Gewerkschaften fordern mehr, Forscher warnen vor Erhöhung: Muss der Mindestlohn steigen?

Bis zu 11,55 Euro in anderen Ländern: Gewerkschaften fordern mehr, Forscher warnen vor Erhöhung: Muss der Mindestlohn steigen?
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Seit seiner Einführung gibt es heiße Diskussionen um den Mindestlohn. Die Gewerkschaften fordern regelmäßig Erhöhungen, Forscher wollen ihn erst langfristig austesten. Eine Studie zeigt nun: Der deutsche Mindestlohn liegt europaweit nur im Mittelfeld.

Während die Mindestlohnsätze im europäischen Ausland zum Jahreswechsel teils deutlich angestiegen sind, bleibt der Mindestlohn in Deutschland bei 8,84 Euro pro Stunde. Im Gegenzug bedeutet dies einen Kaufkraftverlust von Mindestlohnempfängern - die Inflation treibt die Preise nach oben, während der Lohn gleich bleibt.

Im Durchschnitt haben die 22 untersuchten EU-Staaten den Mindestlohn um 4,4 Prozent erhöht. Nominal ist dies der zweitstärkste Wert seit 2009. Da die Inflation allerdings wieder anstieg, legten die Löhne real im Mittel nur um 2,8 Prozent zu. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Bröckler-Stiftung hervor.

Mindestlohn in anderen westeuropäischen Euro-Staaten bei mindestens 9,47 Euro

In Deutschland soll der Mindestlohn alle zwei Jahre an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Mitte 2018 steht deshalb die Empfehlung der Mindestlohn-Kommission für die nächste Erhöhung an. Diese soll vermutlich zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Die Experten forderten eine deutliche Erhöhung über die allgemeine Tarifentwicklung hinaus. Es müsse "überlegt werden, ob die derzeit außerordentlich günstigen ökonomischen Rahmenbedingungen nicht dafür genutzt werden können, um das niedrige deutsche Mindestlohnniveau über die normale Anpassung hinaus auch strukturell zu erhöhen", heißt es in der Studie des WSI.

Gehaltscheck: Zum Brutto-Netto-Rechner 2018

Bei einem "bloßen Nachvollzug der Tarifentwicklung" werde der deutsche Mindestlohn "deutlich unterhalb des Niveaus anderer westeuropäischer Staaten bleiben", schreiben die Studienautoren. Die deutsche Untergrenze sei mit 8,84 Euro niedriger als in den anderen westeuropäischen Euro-Staaten, wo der Mindestlohn bei mindestens 9,47 Euro liege.

Gewerkschaften fordern Erhöhungen

Wenig überraschend hatten auch die Gewerkschaften eine Erhöhung des Mindestlohns gefordert: „Wir haben aktuell eine exorbitant gute wirtschaftliche Situation und einen extrem stabilen Arbeitsmarkt. Wir können uns auf einen höheren Mindestlohn einigen als die 9,19 Euro, die sich aus der Entwicklung der Löhne ergeben“, sagte Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" sprach sich Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des DGB, für eine stärkere Erhöhung des Mindestlohns aus: "Mittelfristiges Ziel muss es sein, den Mindestlohn existenzsichernd zu machen." Der DGB-Chef in Rheinland-Pfalz ging sogar noch einen Schritt weiter. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung forderte er eine starke Erhöhung des Satzes: "Der Mindestlohn muss deutlich zweistellig werden."

Forscher sehen Risiken

Aufgrund der nicht geprüften Krisenfestigkeit des Mindestlohns fordert Ronnie Schöb, Finanzwissenschaftler an der Freien Universität Berlin, gegenüber der "Welt", den Mindestlohn vorerst auf dem jetzigen Niveau zu belassen. Er fürchtet, dass dieser in einer Rezession zu Entlassungen führt, weil die Unternehmen sich die teureren Angestellten nicht mehr leisten können. "Die große Bewährungsprobe steht dem Mindestlohn in Deutschland noch bevor", sagte er der "Welt."

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Der deutsche Mindestlohn sei auch gemessen am allgemeinen Lohnniveau im Land eher moderat, schreiben die Forscher: Er liege hier bei 47 Prozent des mittleren Lohnniveaus. 13 EU-Länder kämen auf höhere Werte - unter ihnen Frankreich, wo der Mindestlohn bei 60,5 Prozent des mittleren Lohns liege.

Mindestlohnempfänger in Deutschland profitieren der Studie zufolge allerdings von dem im westeuropäischen Vergleich niedrigeren Preisniveau. Dennoch bleibe ihre Kaufkraft hinter den Benelux-Staaten und Frankreich zurück.

Mindestlohn soll alle zwei Jahre angepasst werden

In Deutschland gilt der gesetzliche Mindestlohn seit Anfang 2015. Er wird alle zwei Jahre angepasst. Anfang 2017 wurde er von 8,50 Euro auf 8,84 Euro erhöht. Die nächste Anpassung ist Anfang 2019 fällig.

Nominell liegen die Lohnuntergrenzen in den südeuropäischen EU-Staaten deutlich niedriger als in Deutschland - zwischen 3,39 Euro in Griechenland und 4,46 Euro in Spanien. Etwas darüber liegt mit 4,84 Euro Slowenien.

Die deutlichsten Steigerungen erfuhr der Mindestlohn in mittel- und osteuropäischen Ländern, wo das Plus zum Teil zweistellig ausfiel - in Rumänien waren es sogar 52 Prozent. Allerdings ist hier auch das Ausgangsniveau sehr niedrig: So müssen der Studie zufolge in Polen jetzt umgerechnet mindestens 2,85 Euro pro Stunde bezahlt werden, in Tschechien 2,78 Euro und in Rumänien 2,50 Euro.

Im Video: Neue Regeln und Änderungen - Das ändert sich zum 1. März 2018

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