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Saturday, January 27, 2018

Afghanische Hauptstadt - Mindestens 17 Tote und 110 Verletzte bei Anschlag in Kabul

Afghanische Hauptstadt : Mindestens 17 Tote und 110 Verletzte bei Anschlag in Kabul
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Die radikalislamischen Taliban haben einen schweren Anschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt mit nach offiziellen Angaben bisher mindestens 17 Toten und 110 Verletzten für sich reklamiert.

In einer über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Botschaft hieß, ein Selbstmordattentäter habe sich an einem Sicherheitsposten vor dem alten Ministerium des Inneren in die Luft gesprengt. Mehr als 80 Polizisten seien getötet und verletzt worden. Die meisten Funktionen des Ministeriums waren vor einigen Monaten in ein neues Haus gezogen, der alte Komplex wird aber noch genutzt.

Es ist der zweite schwere Anschlag der Taliban in Kabul innerhalb nur einer Woche. Am vergangenen Samstagabend hatten sie das große Hotel Intercontinental angegriffen und mindestens 20 Menschen getötet, darunter eine deutsche Entwicklungshelferin.

"Es ist ein Massaker"

Der Leiter der italienischen Hilfsorganisation Emergency, die eine Klinik für Kriegsverletzungen betreibt, schrieb auf Twitter: "Es ist ein Massaker." Emergency hat demnach mehr als 50 Verletzte bei sich.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der Selbstmordattentäter habe eine Ambulanz gefahren. Er sei durch den ersten Sicherheitsposten in der schwer bewachten Straße gekommen, aber an dem zweiten erkannt worden. Daraufhin habe er den mit Sprengstoff vollgepackten Wagen in die Luft gejagt.

Explosion in der ganzen Stadt zu spüren

In der Nähe befinden sich auch die Gesandtschaft der Europäischen Union, mehrere Botschaften, darunter die von Schweden, Indien und Indonesien, ein Gebäude des afghanischen Geheimdienstes und weitere Regierungsgebäude.

Auf Bildern war eine hohe Rauchwolke zu sehen, die über dem Zentrum aufstieg. Die Explosion sei in der ganzen Stadt zu spüren gewesen, hieß es bei Tolo News. Ein Augenzeuge berichtete auf Twitter von "dem lautesten Knall, den ich je gehört habe".

cp/AFP/dpa
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