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Wednesday, September 26, 2018

- "Zölibat ist nicht das eigentliche Problem" / Bischof Oster zu Missbrauchsgründen in der katholischen Kirche

"Zölibat ist nicht das eigentliche Problem" / Bischof Oster zu Missbrauchsgründen in der katholischen Kirche
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Könnte der Zölibat ein Grund für den Missbrauch durch Geistliche in der katholischen Kirche sein? Der Passauer Bischof Stefan Oster hat da seine Zweifel und sieht keine Notwendigkeit, grundsätzlich über den Zölibat zu diskutieren.

Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz hätten deutlich gemacht, dass der Zölibat "nicht das eigentliche Problem" sei, sagte Jugendbischof Stefan Oster aus Passau am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.

Systemisches Problem?

Das Problem liege vielmehr darin, dass die Lebensform und das System der katholischen Kirche immer wieder Menschen angezogen habe, die "womöglich sexuell unreif sind und ein Problem haben und hoffen, es in der Kirche in einer solchen Struktur verdrängen zu können, sich dem nicht stellen zu müssen", sagte Oster.

Diese "unreife Disposition" in Kombination mit dem Zölibat habe womöglich Übergriffe begünstigt.

Zugleich betonte Oster erneut die Bedeutung eines Systemwandels innerhalb der Kirche. In der Vergangenheit sei es zu oft darum gegangen, die Institution Kirche zu schützen. Das System der katholischen Kirche, die zum Teil als "geschlossene Männergesellschaft" agiere, habe Missbrauchstaten begünstigt.

Zu wenig auf Betroffene geschaut

"Wir haben nicht oder viel zu wenig auf die Betroffenen geschaut." Nötig sei ein Kulturwandel, der von Missbrauch Betroffene in den Mittelpunkt stelle und ihnen zuhöre. Dies gelte besonders für die Aufarbeitung, bei der man weiterhin auf unabhängige Unterstützung setzen werde.

Die katholischen Bischöfe setzen an diesem Mittwoch ihre Beratungen bei der Vollversammlung in Fulda fort. Nach der Vorstellung der Missbrauchsstudie gehen die Debatten über das Thema sexueller Missbrauch durch Geistliche weiter. Zum Abschluss der Tagung wollen die Bischöfe am Donnerstag erste Konsequenzen und weitere Schritte vorstellen.

Bei der Vorstellung der Studie am Dienstag hatten die Bischöfe um Entschuldigung gebeten und bekannt, man habe viel zu lange geleugnet, weggeschaut und vertuscht. Wissenschaftler, Politiker und Opferverbände forderten unter anderem eine Debatte über kirchliche Strukturen, die den Missbrauch begünstigen können. (KNA)

DOMRADIO.DE
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