Bestechlichkeit und Korruption: Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen hat die israelische Staatsanwaltschaft Anklage gegen Premierminister Benjamin Netanjahu erhoben. Für den rechtskonservativen Regierungschef wird es jetzt eng.
Israels Generalstaatsanwalt wird Anklage gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen Korruptionsvorwürfen erheben. Avichai Mandelblit habe Netanjahu dies mitgeteilt, berichteten israelische Medien am Donnerstag übereinstimmend. Nach juristischer Praxis in Israel muss zuvor jedoch noch eine Anhörung Netanjahus erfolgen.
Die Staatsanwaltschaft erhebt in drei Punkten Anklage gegen Netanjahu:
- Der Telekommunikationsfirma Besek soll er Vorteile bei der Regulierung gewährt haben, damit die vom selben Chef geführte Nachrichten-Website „Walla“ positiv über ihn berichtet.
- Außerdem soll sich Netanjahu um eine geheime Absprache mit der israelischen Zeitung „Jediot Ahronot£ bemüht haben. Dabei soll er ein Gesetz, das die Verbreitung eines Konkurrenten der Zeitung eingedämmt hätte, im Gegenzug für positive Berichterstattung angeboten haben.
- Im dritten Fall geht es darum, dass Netanjahu und seine Angehörigen von reichen Persönlichkeiten Luxusgeschenke für finanzielle und persönliche Gefallen erhalten haben sollen.
Netanjahus Lager wollte zuvor verhindern, dass die Anklagepunkte öffentlich gemacht werden. Im April finden in Israel Parlamentswahlen statt.
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