AfD-Politikerin Karin Kaiser wurde mit sofortiger Wirkung von der Mönchengladbacher Hochschule Niederrhein entlassen. Hier wollte die Professorin unter anderem eigentlich eine Vorlesung zum Thema "Tod des Rechtsstaats" abhalten.
Auf Anfrage der „Rheinischen Post“ bestätigte Kaiser, dass das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde. Was genau der Grund für die plötzliche Kündigung war, darüber wollten jedoch weder die Hochschule, noch die AfD-Politikerin selbst Auskunft geben.
Ihre geplante Veranstaltung"Tod des Rechtsstaats" hatte bereits im September für Diskussionen gesorgt. In dem Seminar wollte Kaiser drei Tage vor der Bundestagswahl einen politischen Forderungskatalog erarbeiten, während sie selbst in Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl kandidierte. Wie die Zeitung weiter schreibt, zog die zu politischer Neutralität verpflichtete Hochschule die bereits erteilte Genehmigung zur Raumnutzung wieder zurück. Dennoch habe die Kündigung laut der Hochschule nichts mit dieser Veranstaltung zu tun.
Auch mit einer anderen Hochschule gab es schon Probleme
Kaiser leitete an der Hochschule Niederrhein im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften im laufenden Semester insgesamt fünf Lehrveranstaltungen.
Bereits 2009 war Kaiser mit einem Arbeitgeber auseinander gegangen: Damals hatte sie als Professorin an der Fachhochschule Kiel gearbeitet und ihren Arbeitgeber auf Verbeamtung auf Lebenszeit verklagt. Sie war mit ihrem Anliegen bis vor den europäischen Gerichtshof gezogen - allerdings ohne Erfolg.
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